Pressespiegel


 



Idsteiner Zeitung vom 22.12.2009

Mordplan für den Fiesen Max

Eine fast kriminelle Komödie "Mensch, ärgere Dich nicht" der Theatergruppe Heftrich

08.12.2009 - HEFTRICH
Von Marion Schumacher
Die Heftricher Theatergruppe zeigte ein amüsantes Theaterstück von Florian Battermann in der Willi-Mohr-Halle. Dass sich das bekannte Gesellschaftsspiel "Mensch, ärgere Dich nicht" hierbei nicht nur auf das Spiel mit den Holzfiguren bezog, war schnell klar. Unter der Regie von Herbert Schüffl stellten die Laienschauspieler ihre Wandlungsfähigkeit unter Beweis und schlüpften in die Rollen der Altersheimbewohner, Angehörigen oder Pfleger.
So herrschte in der Seniorenresidenz "Sonnenblick" nicht nur beschaulicher Alltag, sondern rege Aktion, indem die Bewohner für das anstehende Weihnachtsfest "Romeo und Julia" probten. Dass es dem Schauspieler und Bewohner Ernst Beckmann (souverän gespielt von Gero Teufert) hierbei nicht professionell genug zuging, war nur ein Grund des Ärgernisses. Die beiden alten Damen Käthe Paul (charmant gespielt von Ilona Kaddouri) und Anna Klingenberg (reizend gespielt von Nana Schulz) machten ihm jedoch dabei zu schaffen, da jede für sich durch ihre eigene, schrullige Art witzig handelte.
Der Versuch Beckmanns, zarte Bande mit Julia zu knüpfen,

Szene aus der Heftricher Theaterkomödie "Mensch, ärgere Dich nicht".
Von links nach rechts sind die Schauspieler zu sehen: Ilona Kaddouri, Marcus Moos, Nana Schulz, Gero Teufert und Sven Backstein.wita/Martin Fromme

gestaltete sich als schwierig, zumal der pensionierte Offizier von Rottow (witzig gespielt von Sven Backstein) mit seiner unbekümmerten Art immer wieder das Konzept durcheinander brachte. Alles hätte so friedlich sein können, wäre nicht der fiese Pfleger Max (Marcus Moos) darauf aus, den alten Menschen das Leben schwer zu machen. Ständig Napfkuchen, Pralinenklau, dünnen Kaffee und diktatorisches Auftreten veranlassten die Altenheimbewohner dazu, einen mörderischen Plan zu schmieden.
Einzig Rottows Enkelin Tina (Ulrike Hölzle) hatte Verständnis für ihren Opa und dessen Freunde und brachte verbotene Schätze wie
Himbeergeist und Sahnetorte mit. Doch auch hier war Pfleger Max immer wieder bemüht, sich unbeliebt zu machen, stahl und bedrängte die junge, hübsche Tina. Endlich war das Maß der alten Herrschaften voll und bei einer Partie "Mensch, ärgere Dich nicht" schmiedeten sie einen Mordplan für Max.
Doch alles kam anders als erwartet; denn trotz des Todes von Max, der nicht - wie geplant - durch vergiftete Pralinen umkam, kehrte keine Ruhe ein und die Frage nach dem wahren Täter und der Todesursache kam auf.
Zu allem Überfluss tauchte plötzlich ein neuer Pfleger, ein Kollege von Max auf, der diesem
zum verwechseln ähnlich sah und wen wunderte es, wenn er Napfkuchen und Pralinen benutzte, um die Sympathien aller zu gewinnen. Irrungen und Wirrungen in der schönen Residenz "Sonnenblick", doch am Ende wurde alles wie durch ein Wunder wieder gut und jeder bekam, was er verdiente, und sogar zarte Bande wurden geknüpft.
Es war das zehnte Theaterstück der Theatergruppe Heftrich seit dem Jahr 1999 und auch im kommenden Jahr soll es wieder ein Stück geben. Leider blieb die erwartete Besucherzahl in diesem Jahr aufgrund der schwierigen Wetterlage mit schneebedeckten und glatten Straßen hinter den Erwartungen zurück und Reinhold Vossberg stellte Überlegungen zur Neugestaltung des Theaterabends an.
"Früher war unser Theater ein Volkstheater, doch dies hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Heute wird eher auf die Wandlungsfähigkeit der Schauspieler geschaut. Wir möchten an dieser Stelle alle Theaterfreunde bitten, sich mit Ideen und Vorschlägen an uns zu wenden, um vielleicht im neuen Jahr ein neues Stück in geänderter Atmosphäre zu zeigen. Jeder ist hierzu und zum Mitspielen herzlich eingeladen", so Vossberg.

 



Idsteiner Zeitung vom 08.12.2009

Fieser Altenpfleger im Visier
08.12.2009 - HEFTRICH
(iz). Theater Heftrich in diesem Jahr: Ein beinahe seniler Opa, der am liebsten Marschmusik hört, ein alter ehemaliger Schauspieler, der bei "Romeo und Julia" seine dritte Jugend erlebt und für seine Mitbewohnerin schwärmt, eine vergessliche Alte, eine Sahnetorten und Schnaps, schmuggelnde Enkelin und ein fieser Altenpfleger - das alles ist im neuen Stück vorhanden.
Die Proben für die fast kriminelle Komödie "Mensch ärgere dich nicht!" von Florian Battermann laufen auf Hochtouren und strapazieren jetzt schon die Lachmuskeln der Laienschauspieler. Dieses Jahr darf sich das Publikum auf skurrile Charaktere, witzige Dialoge und eine abwechslungsreiche Handlung mit spannenden Wendungen freuen.
Die Bewohner der Seniorenresidenz Sonnenblick leben ihren beschaulichen Alltag. Die Partien "Mensch ärgere dich nicht", oder die Proben zu "Romeo und
Julia" für das Weihnachtsfest; das alles könnte so vergnüglich sein, wenn da nicht Pfleger Max wäre, der sie mit fadem Topfkuchen abspeist und schikaniert, wann immer sich eine Gelegenheit bietet.
Als er die Enkelin des pensionierten Oberst von Rottow auf übelste Weise bedrängt, ist das Maß voll: Die vier Senioren sind sich schnell einig - Max muss weg. Ein Mordkomplott wird geschmiedet.
Was daraus wird, erfahren die Zuschauer, wenn sie zu den Aufführungen nach Heftrich kommen. Aufführungstermine sind am 18., 19., 20. Dezember. jeweils um 20 Uhr in der Willi-Mohr-Halle in Heftrich. Der Kartenvorverkauf läuft bei Getränke Scheurer, Heftrich und in der Rosenstube in Idstein. Karten gibt es auch an der Abendkasse.
Weitere Infos im Internet auf www.theater-heftrich.de.


Heftricher Spiegel vom Januar 2007

"Mein Name ist Hase"
Spritzige Kiminalkomödie vom Theater Heftrich
Zum erstenmal auf der Heftricher Bühne stand in der Rolle der Christine Kupfer­schuh Eva Hungershausen, die sich nach anfänglicher Nervosität immer bes­ser in ihrer Rolle zurecht fand und gera­de im letzten Akt sehr überzeugend wirk­te. Auch Nana Schulz, die die Rolle der männermordenden Olga Brandt darstell­te, ist mittlerweile aus den Heftricher Theateraufführungen nicht mehr wegzu­denken. Mit Esprit und sichtbarem Spaß an Komik und Klamauk bringt sie immer eine ganz besondere Nuance in das Stück.
Für das sehr gelungene Bühnenbild küm­merten sich Irene Vossberg und Theo Dickhaud, die einen mit ihren geschmckvollen und stimmigen Bühnen­bildern immer wieder überraschen. Wer sich noch ein bißchen mehr über die Theatergruppe in Heftrich informieren will, dem sei das Internet empfohlen. Un­ter der sehr gut gestalteten Adresse: http://theater-heftrich.de/ findet man wei-tere nützliche Informationen zu dieser akti­ven Gruppe, die aus dem jährlichen Ter­minkalender in Heftrich gar nicht mehr wegzudenken ist.
Wir wollen hoffen, daß es auch im kom­menden Dezember wieder so vergnügliche Stunden in der Willi-Mohr-Halle zu erleben geben wird. Wir wünschen unseren Schau­spielerinnen und Schauspielern viel Glück!
Am 22. und 23. Dezember 2006 fanden in der Willi-Mohr-Halle in Heftrich wieder die belibten Theaterabende des Theater Heftrich im Vereinsring Heftrich e.V. statt. Am Premierenabend war der Saal schon sehr früh gut gefüllt und allenthalben spürte man eine große Spannung, wie das Stück "Mein Name ist Hase" der Au­toren Willy Honauer und Peter Lodynski beim Publikum ankommen würde. Das Publikum war für die Auswahl des Stü­ckes im Grunde genommen ja selbst schuld, war dieses Stück, eine Kriminal­komödie, ja aufgrund einer Meinungsum­frage im letzten Jahr ausgewählt wor­den.
Um es gleich vorweg zu nehmen, der Abend war ein voller Erfolg, Schauspie­ler und Schauspielerinnen, die die Freu­de an ihrem Stück in jeder Sekunde an­zumerken war, eine Regie die das Stück straff und akzentuiert eingeübt hatte und ein begeistert mitgehendes Publikum, was braucht es mehr, um einen schönen Thea­terabend zu erleben.
[...] gekürzte Version
    ( --> vollständiger Artikel )
 
Unter der gut durchdachten und einfühl­samen Regie von Herbert Schüffl, der auch selbst als Detektiv Konrad Korg auf der Bühne bri-llierte entwi­ckelten wieder einige unserer Heftricher Nachbarn Talente, die ihnen so mancher gar nicht zugetraut hätte. Allen voran als Josef Hase, genannt Peppo, Gero Teufert der seine Rolle als Einbrecher und charmanter Schwindler sehr überzeugend darstellte. Als Herr des Hauses Felix Rottweyler agierte mit Temperament Hauke Moos. Dolores Rot-tweyler, seine kapriziöse Gemahlin wur­de wieder unvergleichlich von Doris Hölz-le dargestellt. Unglaublich, was diese Frau auf der Bühne so anstellt. Ein ebensolcher Bühnenkracher war ohne jeden Zweifel Marcus Moos als Or­densgründer Zornfried Krachlechner. Wie er auf der Bühne einen ganzen Wald mit Vögeln immitiert, war sensationell. Ihm auf der Bühne zuzuschauen ist immer ein Genuss.

 


Idsteiner Zeitung vom 27.12.2006


 
Heftricher Theatergruppe in Hochform
Laien-Schauspieler mit Leib und Seele zeigen Krimikomödie "Mein Name ist Hase"
IDSTEIN-HEFTRICH Vor einem Jahr wurden die Heftricher Theaterbesucher nach ihren Wünschen befragt, und die Mehrheit entschied sich für eine Komödie oder einen Krimi. Und da in Heftrich das Publikum König ist, fiel die Wahl in diesem Jahr auf die Krimikomödie "Mein Name ist Hase".
Von
Willy Burkert
Seit 1999 begeistert die Theatergruppe alljährlich ihre Besucher mit großem Erfolg. Die Proben begannen diesmal erst Mitte Oktober, was an die Akteure hohe Anforderungen stellte. Nur sieben Mitwirkende standen über zwei Stunden auf der Bühne, darunter Eva Hungershausen, die zum ersten Mal und Nana Schulz, die zum zweiten Mal auf den Brettern der Willi-Mohr-Halle agierten. Die Rollen waren den einzelnen wie auf den Leib geschrieben. Die verschiedenen Charaktere wurden eindrucksvoll gespielt.
Wann begegnet man je einem so sympathischen Einbrecher wie Peppo (Gero Teufert), der die geschädigte Familie Rottweyler durch seinen Charme um den Finger wickelte und auf Anhieb ihr Vertrauen erwarb. Besonders die Hausherrin Dolores (Ulrike Hölzle) demonstrierte sichtbar ihre Zuneigung, wobei sie Peppo gegenüber geradezu einfältig gutgläubig behandelte. Das blieb natürlich ihrem Ehemann Felix (Hauke Moos), einem erfolgreichen Unternehmer mit etwas zwielichtigen Konten in der Schweiz nicht ganz verborgen.
Peppo nutzte die Gelegenheit und räumte vor den Augen der Herrschaften die Wohnung aus. Olga Brandt (Nana Schulz) war auf einem anderen Gebiet sehr erfolgreich. Nicht weniger als sieben Ehemänner hatte sie bereits überstanden und baggerte alles an, was männlichen Geschlechts war, so auch Peppo. Olgas erster Mann war Diätkoch, der aus einer einzigen Kartoffel ein sechsgängiges Menü kreierte.
Szenenfoto Mein Name ist Hase
Szenenfoto aus "Mein Name ist Hase" mit (v.l.): Hauke Moos, Ulrike Hölzle, Gero Teufert und Nana Schulz     Foto: wita/Udo Mahlmann
Peppo fühlte sich jedoch mehr zu der hübschen Christine Kupferschuh (Eva Hungershausen) hingezogen, obwohl diese wiederum den besten Durchblick hatte und sehr bald erkannte, wie der Hase läuft, nachdem sie Peppo auf frischer Tat ertappt hatte.
Und dann war da noch Zornfried (Marcus Moos) den Gründer des dubiosen Sankt Nothart-Ordens, der allen anderen den Weg in ein besseres Leben zeigte. Stets hatte die selbstgebastelten Bibelverse und den Klingelbeutel zur Hand. Wenn er den Raum betrat, war Leben in der Bude. Herrlich seine Vogelstimmen-Imitationen, als er Schmiere stehen musste. Eine Paraderolle für Marcus Moos.
Über Herbert Schüffl, der seit vielen Jahren die künstlerische Leitung der benachbarten Theatergruppe in Görsroth inne hat, muss nicht viel geschrieben werden. Er ist bekannt, dass er dem Laien-Schauspiel mit Leib und Seele verfallen ist. Als in Heftrich Not am Mann war, sprang er ein und über-
nahm die Regie. Seine Handschrift war an zahlreichen Details zu erkennen. Selbst eine Nebenrolle wie den Detektiv Konrad Korg füllte er derart mit Leben, so dass seine überragende schauspielerische Begabung deutlich zum Ausdruck kam. Der Detektiv war es auch, der das Poesie-Album der verstorbenen Mathilde Kupferschuh mit ihrer Lebensphilosophie entdeckte und somit die Niederungen in der Komödie entlarvte.
Es wurde still im Saal, als aus diesem Album zitiert wurde: "Ihr strebt nach Gut, ihr rafft nach Geld, als geb es sonst nichts auf der Welt. Ihr seht den Klee nicht, der verkannt, vierblättrig steht am Wegesrand. Ihr werft den Glückspilz über Bord, jagt den Marienkäfer fort. Und tretet hektisch voll Verdruss, das Hufeisen mit eurem Fuss. Bleib ehrsam Frau, sei redlich Mann, und eigne nie dir Fremdes an. Von Habsucht schließlich ganz befreit, nimm dir, o Mensch, zum Leben Zeit."
Tontechnik Mein Name ist Hase
Ohne sie läuft bei dern Vostellungen in der Willi-Mohr-Halle nichts: Kerstin Albert fungiert nicht nur als Souffleuse, sondern ist auch für die wichtige Tontechnik zuständig.
Foto: wita/Udo Mahlmann


Idsteiner Zeitung vom 24.11.2006


 
Probenfoto Mein Name ist Hase
Der Spaß kommt nicht zu kurz bei den Proben der Heftricher Theatergruppe
"Mein Name ist Hase"
Proben auf Hochtouren / Herbert Schüffl führt Regie
iz. IDSTEIN-HEFTRICH
Scherben fliegen über die Bühne, der eifersüchtige Ehemann erwischt seine Frau in einer verfänglichen Situation, ein wirrer Mönch rezitiert selbst ausgedachte Bibeltexte und ein sympathischer Dieb räumt vor den Augen der Besitzer die Wohnung aus... Turbulent geht es zu im Stück "Mein Name ist Hase", das in Heftrich am 22. und 23. Dezember geboten wird.
Die Proben des Heftricher Ensembles laufen auf Hochtouren. Die Bühne betreten in diesem Jahr unter anderem ein windiger Unternehmer, eine männerhungrige     Schnapsdros-
sel, eine attraktive Blondine und ein zwielichtiger Detektiv. In diesem Jahr führt erstmals Herbert Schüffl Regie, der seit vielen Jahren die künstlerische Leitung der benachbarten Gruppe in Görsroth hat. Er lässt seine Ideen durch die Heftricher Schauspieler lebendig werden; in diesem Jahr spielen Ulrike Hölzle, Hauke Moos, Markus Moos, Nana Schulz und Gero Teufert. Neu dabei ist Eva Hungershausen. Das Bühnenbild wird vom Duo Irene Vossberg und Theo Dickhaud gestaltet und umgesetzt.
Das Theater Heftrich führt eine lange Tradition fort. Aus den Aktivitäten der lokalen Vereine hat sich  eine  Theatergruppe  gebildet,
die seit vielen Jahren begeisterte Zuschauer aus Heftrich und dem Idsteiner Umland anzieht. "Bei der Auswahl des Stückes haben wir uns ganz an den Wünschen der Zuschauer orientiert", erklärt Gero Teufert. In einer Publikums-befragung im letzten Jahr wurden die Genres "Komödie" und "Krimi" favorisiert. So fiel die Wahl auf die Krimikomödie "Mein Name ist Hase".
Karten im Vorverkauf ab 27. November bei Lotto-Toto Gerlinde Lorenz, Tennweg 13, in Heftrich (0 61 26 / 32 17) und in der Rosenstube, Obergasse in Idstein (0 61 26 / 86 44)


Idsteiner Zeitung vom 19.12.2005


 
Ein wild-absurder Theaterspaß
Heftricher Laienschauspieltruppe glänzt in Komödie "Der nackte Wahnsinn"
mu. IDSTEIN-HEFTRICH Im Jahre 1999 hatte eine Gruppe begeisterter Dar-steller das Theater Heftrich gegründet und lockt seitdem einmal jährlich zahlreiche Laientheaterfans aus der Region in die Willi-Mohr-Halle. Diesmal gab das neunköpfige Ensemble die Komödie "Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn, Regie führte Ulrich Poessnecker.
Atemlos stürmt die Haushälterin auf die Bühne, das Telefon klingelt. Eigentlich wollte es sich Mrs. Clacket, alias Nana Schulz, doch gerade mit einem Teller Sardinen vor den Fernseher bequem machen und sich ein zünftiges Begräbnis ansehen. Nun redet sie wie ein Wasserfall. "Aus. Stopp. Ich war noch nicht soweit", tönt da eine Stimme aus dem Parkett. Lloyd Dallas, der Regisseur, gespielt von Reinhold Vossberg unterbricht das Stück in dem es sich der
Zuschauer doch gerade bequem gemacht hatte.
"Alles noch einmal von vorn". Wieder stürmt Clacket die Bühne, erneut greift sie zum Telefonhörer, doch Dallas scheint noch nicht recht zufrieden. Mag es wohl daran liegen, dass die Haushälterin oder besser Dotty, wie sie in der Rahmengeschichte genannt wird den Text des Drehbuches sehr frei improvisiert?
Mitten hinein in die letzte Probe einer dilettantischen Schauspielertruppe ist der Zuschauer beim Theater Heftrich geraten. Vergeblich mühen sich die verwirrten und auf äußerst amüsante Weise affektierten Darsteller mit ihrem Stück "Spaß muss sein", selbst der bekannte und erfahrene Regisseur Dallas droht sich seine eher spärlich vorhandenen Haare zu raufen.
Eigentlich soll die Komödie die Geschichte eines bekannten Schriftstellers erzählen, der sich gemeinsam mit seiner Frau
"steuerflüchtig" nach Andalusien abgesetzt hat. Überraschend kehrt er in seine Villa zurück, die er aber inzwischen zum Verkauf gestellt hatte. Der zuständige Makler plante derweil ausgerechnet heute, die Gunst der Stunde zu einem Schäferstündchen mit seiner Geliebten zu nutzen. Nicht genug also, dass es sich die eingangs erwähnte Mrs. Clacket mit Sardinen und Begräbnis auf dem Sofa bequem machen wollte.
Stetig unterbrochen wird der konfuse Spaß einerseits vom unzufriedenen Regisseur, andererseits von allerlei Requisiten deren korrekte Position ungeklärt scheint, dem nicht funktionierenden Bühnen-bild sowie den Leidenschaften, Süchten, Eigenheiten und Schwächen der Darsteller.
Da gibt es Rivalitäten, allerlei zwischenmenschliche Affären die dringend aufgedeckt werden müssen, Trunksucht und wunderbar komische Unge-schicktheiten der Bühnen-
arbeiter, Regieassistenten und Schauspieler. So liegt in einer Szene plötzlich die gesamte Truppe auf den Knien um auf allen vieren nach der linken Kontaktlinse von Vicky, alias Ulrike Hölzel, die im Stück Brook Ashton, welche die Freundin des Maklers gibt, zu suchen.
Später gewährt die Chaos-Truppe Einblicke in die Irrungen und Wirrungen hinter der Bühne, während der laufenden Auf-führung. Auch hier menschelt es gewaltig, nicht immer mit positiven Auswirkungen auf das Geschehen auf der eigentlichen Bühne...
Es dauert eine Weile, bis der Zuschauer durch die vertrackte Handlung "Des nackten Wahnsinns" blickt, doch dann entwickelt sich die 1982 uraufgeführte Komödie zu einem wahren Spaß zu einem "wild-absurden Vergnügen", wie es ihr auch der bekannte Regisseur Ulrich Poessnecker, mit dem das Heftricher Ensemble in diesem Jahr gearbeitet hat, bescheinigt.


Idsteiner Zeitung vom 09.11.2005


 
„Der nackte Wahnsinn" auf der Heftricher Bühne
Proben für Aufführungen der Theaterfreunde laufen auf Hochtouren / Drei Vorstellungen geplant
VoS. IDSTEIN-HEFTRICH Im alten Heftricher Rathaus laufen die Theaterproben auf Hochtouren und knarren die bewährten Bühnenbretter, die für neun Heftricher Schauspieler in diesem Jahr die Welt bedeuten.
Die Komödie "Der nackte Wahnsinn" von Michael Frayn lässt es nicht an komischen Einfällen und seltsamen Verwicklungen fehlen. Und so stürzen sich alle Beteiligten mit dem diesjährigen Regisseur, Ulrich Poessnecker, regelmäßig in ein heiteres Probenvergnügen. Mit Poessnecker konnte ein erfahrener Theatermann ge-wonnen werden, der seit vielen Jahren erfolgreich mit Profis und Laien-Gruppen zusammenarbeitet.
Ein kurzer Blick in den Pro-benraum zeigt die bekannten Gesichter von Christine Grieger-Wehrli, Ulrike Hölzle, Marcus Moos, Thorsten Moos, Andrea Roth, Nana Schulz, Silvia Steinsberger, Gero Teufert und Reinhold Vossberg. Im Hintergrund halten sich ideen-reich Irene Vossberg und Theo Dickhaud bereit, um als bewähr-
tes Team Hand an das Bühnen-bild zu legen.
An Vielseitigkeit wird es diese Theateraufführung nicht fehlen lassen: Schauspieler treten in Doppelrollen auf, Öl-Sardinen werden auf die Bühne getragen, Musik erklingt und Türen gehen sehr viel öfter auf und zu als normal. Und auf was können sich nun die Theaterfreunde in Idstein und Umgebung in der Vorweihnachtszeit freuen?
Etwas ganz besonderes: Theater im Theater, ein Blick hinter die Kulissen, ein Blick in den verrückten Alltag von Schauspielern, Regisseur und anderen Akteuren hinter der Bühne. Denn die Heftricher Schauspielgruppe spielt in diesem Stück eine drittklassige Tournee-Theatergruppe, die einen zweifelhaften Kampf mit Texten, Bühnenbild, Kostümen und nicht zuletzt mit sich selbst führt. Voller Slapstick und liebenswürdigem Humor erzählt diese Komödie von der Verrücktheit des Theater-machens.
Ein Schriftsteller (und Steuer-flüchtling) kommt überraschend mit seiner Frau aus Spanien in sein Haus zurück, das er in-
zwischen zum Verkauf angeboten hatte. Ausgerechnet an diesem Tag kommt auch der Makler mit seiner Freundin zum
Schäferstündchen vorbei. Und ausnahmsweise blieb an ihrem freien Tag die Haushälterin zu Hause, mit Sardinen-Häppchen vor dem Fernseher. So beginnt das Theaterstück "Spaß muss sein" und nimmt seinen holprigen Lauf. Der Regisseur unterbricht die Probe, er ist mit der Darstellung ganz und gar unzufrieden.
Der Zuschauer erlebt die Theaterprobe einer dilettan-tischen Schauspieler-Truppe, die vergeblich versucht, mit Hilfe eines guten und bekannten Regisseurs erfolgreich auf der Bühne zu agieren. Die Schauspieler haben jedoch ihre liebe Not mit Texten, Requisiten und einem nicht funktion-ierenden Bühnenbild.
Bei jeder nächsten Vorstellung nehmen Verwirrungen und Streitigkeiten zu, steigert sich der rasante Reigen um private Irrungen und berufliche Wirrungen. Da gibt es rivalisier-ende Darsteller, begriffs-stutzige Bühnenarbeiter und unglückliche Trinker, da gibt es heimliche
Affären, Eifersüchteleien, Klatsch- und Tratsch-Leidenschaften - eine ganze Palette menschlicher Eigenheiten und Schwächen vereint im Chaos des Theaterlebens.
"Von hinten ist das komischer als von vorne", befand der Autor Michael Frayn, als er von der Seitenbühne aus seinen Theater-produktionen zusah. Und so griff er wiederum zur Feder und schrieb sein Erfolgsstück "Der nackte Wahnsinn", eine raffiniert konstruierte Face über das Theaterleben schlechthin, temporeich und witzig.
"Der nackte Wahnsinn" hat sich in kurzer Zeit zu einem Dauerbrenner auf den verschiedensten Bühnen ent-wickelt - und so wird es auch auf der Heftricher heimischen Bühne ganz sicher einen echten Theaterspaß geben. Die bekannten und beliebten Heftricher Schauspieler präsen-tieren ihrem Publikum dieses einfallsreiche Theatererlebnis mit gekonnt aufgelockerter Spielweise und musikalischen Einlagen.


Idsteiner Zeitung vom 20.12.2004


 
Szenenfoto Schlafzimmergäste
Thorsten Moos als Nick (im Bett) und Silvia Steinsberger als Jenny auf der Bühne in voller Aktion.
Foto:wita/Udo Mallmann
Eheprobleme sorgen für Wirbel
Heftricher Struwwelbühne begeistert mit Komödie „Schlafzimmergäste"
IDSTEIN-HEFTRICH Seit 1999 begeistert die Heftricher Struwwelbühne alljährlich ihre Besucher mit tollen Theater-aufführungen. Und jedes Mal ist es ein Volltreffer, so auch diesmal mit der Beziehungskomödie „Schlafzimmergäste" von Alan Ayckbourn.
Von unserem
Mitarbeiter
Willy Burkert__________
Alle Akteure spielen ihren Part mit Bravour. Hinzu kommt eine grandiose Regie, die in diesem Jahr zum ersten Mal in den Händen von Günther Kirchner-Peil liegt. Er versteht es vorzüglich, durch kleine Gesten, Blicke oder eingeschobene Worte eine ohnehin schon groteske Szene noch zu unterstreichen. Er ist ein würdiger Nachfolger von Marianne Reiffurth, die jetzt die Leitung der Gruppe übernom-
men hat. Ein großes Lob verdient auch Irene Vossberg, die praktisch drei Bilder auf einer Bühne vereinen muss.
Das Geschehen spielt sich ab in drei Zimmern, wo jeweils ein Bett steht. Der Lichtspot springt von einem Schauplatz zum anderen. Vier Ehepaare, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, treten in Erscheinung. Da sind die Älteren Ernst (Marcus Moos), etwas trottelig, der unter den Pantoffeln seiner Lydia (Kerstin Albert) steht, die mit klaren Worten ihre Anweisungen gibt außer dann, wenn sie ihr Gebiss im Glas deponiert hat.
Eine „liegende" Rolle hat Nick (Thorsten Moos). Ist er nun wirklich so krank, wie er sich stellt? Auf jeden Fall ein Muffel und Brummeler, der mit seinem lauten Plärren seine Kontrahenten mundtot macht.
Zirkusreif die Szenen, wie er ein aus dem Bett gefallenes Buch aufheben will und dann
später von seiner Frau Jenny (Silvia Steinsberger) wieder zurück verfrachtet wird. Man fragt sich, wie es Jenny mit einem solchen Ekel ausbauen kann. Aber sie meistert alles souverän und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Ein verliebtes turtelndes Paar, das Schuhe, Pfanne oder Haarbürste im Bett versteckt, spielen Manfred (Thomas Mali) und Katrin (Kristina Dold). Als große Überraschung will er ihr unbedingt ein Ikea-Regal selbst bauen, und das mitten in der Nacht. Das Ding wird auch fertig, nur anrühren darf man es nicht.
Und dann das Problempaar Robert (Gero Teufert) und Susanna (Ulrike Hölzle). Sie haben keine feste Schlafstelle und tauchen überall auf, stets auf der Suche nach sich selbst. Er ein intellektueller Trottel, der kein Fettnäpfchcn auslässt und Susanne eine wahre Ver-wandlunaskünstlerin. Die Zu-
schauer erleben sie als hysterische, schreiende Furie und dann wieder als schnurrendes, anschmiegsames Kätzchen. Eine tolle Leistung! Ihre Eheprobleme ziehen sich wie ein roter Faden durch das Stück.
Zum Inhalt sei gesagt, dass Manfred und Katrin zur Einweihung ihres Hauses eine Party veranstalten wollen, die aber kräftig in die Hosen geht. Die Schuldigen, wie nicht anders zu erwarten: Robert und Susanna. Dabei hat Manfred noch die Devise ausgegeben: „Heute Abend kein Streit mit der eigenen Frau, bestenfalls mit einer anderen."
Und als dann noch Susanna ihren Robert in den Armen von Jenny, die früher einmal sein Gspusi war. erwischt, ist der Teufel los. Für die Besucher, die am heutigen Montag um 19.30 Uhr das Stück erleben wollen, lohnt sich der Gang in die Willi-Mohr-Halle!


Heftricher Spiegel vom Oktober 2004

Theateraufführung 2004 der Heftricher Struwwelbühne
Nach den spannenden Aufführungen 2003 des Kriminalstücks „Und dann gab's keinen mehr" von Agatha Christie überrascht die Theatergruppe in diesem Jahr mit der zeitgenössische Komödie „Schlafzimmergäste" von Alan Ayckbourn.
Das Stück spielt mit raschem Szenenwechsel in drei Schlafzimmern und steckt voller Situationskomik. Vier Paare in einem wirren Gefüge von Beziehungsproblemen durchleben so manche Höhen und Tiefen. - Finden Sie an drei unterhaltsamen Theaterabenden selbst heraus, wohin das Spielgeschehen führt.
Unsere bekannten und beliebten Schauspieler bringen schon jetzt auf der Probe ihren vollen Einsatz. Sie agieren erstmals unter der Regie von Gunter Kirchner-Peil, der mit dieser Inszenierung sein Debüt gibt.
Als Schauspieler stand er vor zwei Jahren als junger Arzt in dem Stück „Und alles auf Krankenschein" erfolgreich auf unserer Bühne. Aufgrund seiner langjährigen Theatererfahrung hat er nun den Regiestab von Marianne Reiffurth erhalten, die nach vierjähriger Regiearbeit eine Pause einlegen wird, dem Theater aber verbunden bleibt.
Freuen Sie sich in diesem Jahr auf ein modernes, abwechslungsreiches Bühnenstück. Hierzu haben Sie in der Willi-Mohr-Halle an folgenden Abenden gute Gelegenheit:
Samstag, 18. Dezember 2004, 19:30 Uhr
Sonntag, 19. Dezember 2004, 19:30 Uhr
Montag, 20. Dezember 2004, 19:30 Uhr.


 

Idsteiner Zeitung vom 23.12.2003

Spannende Suche nach dem Mörder
„Heftricher Struwwelbühne" zeigt Kriminalstück / Großartige Leistungen der Schauspieler
W.B. IDSTEIN-HEFTRICH
Es war ein Kriminalstück und keine Komödie, und deshalb gab es nicht viel zu lachen, denn die Personen wurden nacheinander ins Jenseits befördert, wie es bei Agatha Christie nicht anders zu erwarten ist. „Und dann gab's keinen mehr", so hieß das Stück, das die Heftricher Struwwelbühne in der Wili-Mohr-Halle spielte. Und in der Tat, am Schluss war von den ursprünglich zehn Personen nur noch eine übrig. Um es gleich vorweg zu nehmen, es war eine großartige Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler. Sie hat-
ten anspruchsvolle Texte und Dialoge zu bewältigen und zeigten daneben noch ihre große schauspielerische Begabung. Und dabei hatten sie noch nicht einmal vier Monate für diese Aufführungen geprobt. Die Fähigkeiten der Akteure werden jedes Jahr durch einen Workshop weiter entwickelt, dessen Leitung in den Händen von Marianne Reiffurth liegt. Sie selbst hat zu Beginn dieses Jahres im Wiesbadener Staatstheater ein Regieseminar besucht, um sich weiter zu bilden.
Der Untertitel des Stückes hieß „Zehn kleine Negerlein",
und das Notenblatt mit dem Text dieses Kinderliedes lag rein zufällig auf dem Klavier des Wohnzimmer, das von Irene Vossberg eingerichtet wurde. Das Ganze spielt sich ab in einem Haus auf einer einsamen Insel, wo es meistens keinen Strom und kein Telefon gibt und nur alle paar Tage ein Schiff anlegt. Dorthin nun war eine illustre Gesellschaft eingeladen von jemanden, der allen unbekannt war. Sein Name war A.N. Onym, was sich später als „anonym" herausstellte. Nach und nach treffen die Herrschaften ein, aber es herrscht eine recht steife At-
mosphäre. Lediglich Captain Philip Lombard (Thorsten Moos) sorgt für etwas Auflockerung. Da stehen sie also herum der Jurist Sir Lawrence Wargrave (Thomas Mali), der ausgediente datterige General Mackenzie (Hauke Moos) und der Arzt und Psychiater Dr. Armstrong (Reinhold Vossberg) . Auch der Detektiv William Blore (Marcus Moos) und Anthony Marston {Ralf Hummler), der etwas von Portwein versteht. Der „Paradiesvogel" unter den Akteuren ist die schrullige, bigotte Emily Brent (Ulrike Hölzle). Neu im Ensemble sind Kristina Dold, die souverän die Sekretärin Vera Claythome spielt, sowie Gero Teufert als stilvoller Butler Rogers, der zusammen mit seiner Frau (Kerstin Albert) für das Gästewohl sorgen soll.
Das Zusammensein hätte sich ja vielleicht noch gut entwickeln könne, wenn da nicht plötzlich aus dem Nebenzimmer eine Stimme zu vernehmen gewesen wäre, die jedem der Anwesenden ein Verbrechen vorwirft. Und dann beginnt das gegenseitige Verdächtigen, was sich noch steigert, weil einer nach dem anderen das Zeitliche segnet. Auf keinen Fall wird mehr verraten, denn für die Besucher der Vorstellung am 26. Dezember soll es ja spannend bleiben.
Szenenfoto Agatha Christie
Spannendes Theaterspiel bietet das Ensemble der „Struwwelbühne".
Foto; wita/Udo Mallmann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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